Segelflugausbildung

Fliegenlernen im Verein, vielleicht nicht die schnellste, aber bestimmt die schönste und günstigste Variante, ein Segelflieger zu werden.

Voraussetzung

  • Für die Ausbildung ist eine gute / normale Gesundheit (eine Brille z.B. ist kein Hindernis)
  • Mindestalter von 14 Jahren und ein wenig Mut.

Die praktische Ausbildung

Unter der Leitung von erfahrenen Fluglehrern (alle ehrenamtlich) beginnt die Ausbildung auf unserem Doppelsitzer ASK 21. Schon nach ca. 50 bis 60 Starts mit dem Fluglehrer kann der 1. Alleinflug anstehen. Später wird dann auf einsitzige Segelflugzeuge vom Typ LS-4a, Ka-8 und Ka-6E umgeschult.

Eine Segelflugausbildung dauert je nach vorhandener Zeit und praktischem Können 2 bis 3 Jahre. Nach einer theoretischen und praktischen Prüfung erhält man seinen "Flugschein". So darf man mit 16 Jahren zwar noch nicht verantwortlich ein Auto führen, aber schon allein ein Segelflugzeug fliegen. Wer sich noch nicht gleich festlegen möchte, kann zuerst einen Gastflug machen oder eine Mitgliedschaft auf Probe (Schnupperangebot) eingehen und alles erst einmal testen.

Geflogen wird, wenn es das Wetter zulässt, an jedem Wochenende von April bis Oktober. Lehrgänge finden während der Schulferien im Frühjahr und im Sommer statt. In den Herbstferien organisieren wir fast immer ein Fliegerlager in Rinteln/Weserbergland.

Alle Fortschritte die ein Schüler in seiner Segelflugausbildung macht, werden in einem Ausbildungsnachweis festgehalten. Alle Übungen werden als Begonnen und Beendet abgezeichnet. Wenn alle Abschnitte mit Beendet unterschrieben worden sind, kann der Flugschüler zur praktischen Prüfung antreten.

Die einzelnen Starts werden in einem persönlichen Flugbuch festgehalten. Die Dokumentation der Starts und Landungen sind nicht nur in der Ausbildung wichtig. Auch als Scheininhaber muss ein Flugbuch gewissenhaft geführt werden und sollte stets auf dem neuesten Stand sein.

Es ist ein Dokument, welches u.a. bei Überprüfungen oder Unfällen vorgelegt werden muss. Dieses Flugbuch dokumentiert die Erfahrug eines Segelflugzeugführers. Es werden nicht nur die Anzahl der Starts gezählt sondern auch die Flugstunden. 

Die theoretische Ausbildung

Im Winterhalbjahr (Oktober bis März) findet der theoretische Unterricht für die Flugschüler statt. Insgesamt sind es 60 Stunden Theorie in folgenden Fächern:

  • Technik
  • Meteorologie
  • Navigation
  • Luftrecht
  • Verhalten in besonderen Fällen
  • Menschliches Leistungsvermögen
  • Aerodynamik

Alle Fächer werden von unseren Fluglehrern vorbereitet und auf das Können der Flugschüler abgestimmt. Es werden in einigen Fächern Übungsaufgaben gerechnet, damit die Schüler optimal auf ihre Prüfung bei der Luftfahrtbehörde vorbereitet werden.

Das Funksprechzeugnis (BZF)

In der Fliegerei ist es notwendig sich in einer standadisierten Sprache ausdrücken zu können. Fehler oder Ungenauigkeiten können fatale Folgen haben. Um unsere Schüler bestmöglich auf ihr Fliegerleben vorzubereiten, bekommen sie die Möglichkeit an einem Funksprechlehrgang teilzunehmen. Dieser Lehrgang wird von einem Fluglotsen aus unserem Verein durchgeführt. Hier lernen die Schüler wie die Kommunikation mit den Lots reibungslos klappt. Auch wird vermittelt, wie man sich in verschiedenen Lufträumen zu melden hat, bzw. wie der Fluginformationsdienst (FIS) angefunkt wird um z.B. Informationen zu der Nutzung von Sperrgebieten zu erhalten.